Michael Winterhoff

Es ist Zeit für Veränderungen! – Jetzt!

Unsere Gesellschaft ist im Dauerstress: Millionen Menschen leiden unter bedrückenden Symptomen und fühlen sich erschöpft, ausgebrannt und leer. Ständige Erreichbarkeit, Termindruck und eine Fülle von Informationen, die auf uns einprasseln, machen uns fertig. Wir sind umgeben von müden und genervten Menschen. Mangelnde Lebensqualität und eine diffuse Angst bestimmen den Tag. Das ist unsere Realität und gesellschaftlicher Mainstream.
Sind wir noch zu retten? In einer klugen Gesellschaftsanalyse hält uns der Autor den Spiegel vor und rüttelt uns wach!

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Mythos Überforderung von Michael Winterhoff

Mythos Überforderung

Michael Winterhoff

Sind wir noch zu retten? Marode Brücken werden gesperrt, wir lassen Autobahnen und Straßen verrotten, Schulen verkommen, die Schreibschrift wird abgeschafft, das Niveau im Bildungswesen sinkt im Sturzflug, Streiks legen weite Teile des öffentlichen Lebens lahm, um lediglich Teilinteressen durchzusetzen. In der Politik werden notwendige Entscheidungen nicht getroffen, Fehler werden nicht eingestanden, sondern verleugnet und vertuscht.

Michael Winterhoff konstatiert: Viele Erwachsene resignieren heute in unserer Gesellschaft, sie vermeiden regelrecht, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Ursächlich dafür sind die unglaublich raschen Veränderungen durch die digitale Revolution, die die Psyche jedes Einzelnen stark belasten, ja überlasten.

Ein Dauer-Input an Meldungen und unzählige Reize, die ein konzentriertes Arbeiten häufig kaum noch möglich machen, werden ergänzt durch eine Flut von Krisen- und Katastrophennachrichten.

Die Folge: Unsere Psyche läuft Marathon, ist im Dauerstress, kommt nicht mehr zur Ruhe. Alltägliche Ereignisse können nicht verarbeitet werden. Wir fühlen uns überfordert, alleingelassen, sind nervös und gehetzt – und resignieren!

In diesem Buch wird der verhängnisvolle Mechanismus dieser Opferrolle entlarvt. Und wir erkennen, dass wir wieder Verantwortung für uns übernehmen und klare Entscheidungen treffen müssen und können. Es ist Zeit für Veränderung! Jetzt!

Raus aus der Überforderung – wir haben unser Leben selbst in der Hand!

Über Michael Winterhoff

Michael Winterhoff

Michael Winterhoff, geboren 1955, ist Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut. Er studierte Humanmedizin in Bonn und betreibt dort seit 1988 eine eigene Praxis. Als Sozialpsychiater ist der anerkannte Facharzt auch im Bereich der Jugendhilfe tätig. Dr. Michael Winterhoff, geb. 1955, verheiratet, zwei Kinder, lebt und arbeitet in Bonn.

Schon mit seinem Bestseller Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Oder: Die Abschaffung der Kindheit hat Winterhoff eine grundlegende gesellschaftliche Debatte losgetreten. In bislang vier Bestsellern analysiert er die schwer wiegenden Folgen veränderter Eltern-Kind-Beziehungen für die psychische Reifeentwicklung junger Menschen und bietet Wege aus den durch die Reifedefizite verursachten Beziehungsstörungen an. Seine ersten Tyrannen-Bücher erreichten 2008 und 2009 zwischenzeitig Platz 1 und 2 der Spiegel-Bestseller-Listen.

Nach dem Studium der Humanmedizin ließ Michael Winterhoff sich 1988 in Bonn mit einer eigenen Praxis als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie nieder. Als Sozialpsychiater hat er sich darüber hinaus im Bereich der Jugendhilfe einen Namen gemacht. Er ist Initiator eines Kinderheimes.

Die überraschenden und aufrüttelnden Ergebnisse seiner Analysen machen Winterhoff zu einem gefragten Gesprächspartner und Experten in Zeiten, in welchen viele Menschen im Alltag, aber auch Politiker und Intellektuelle sich wieder auf die zentralen Werte Familie, Kinder und Erziehung besinnen und das Ausmaß gesellschaftlicher Fehlentwicklungen immer klarer zu Tage tritt.

Diagnosen – Ursachen – Maßnahmen

Wer kennt es nicht?

Politik wird immer mehr zum Taktieren, um wiedergewählt zu werden; im Vordergrund steht, sich beliebt zu machen, möglichst keine Veränderungen durchzusetzen, um die Wähler zufriedenzustellen. Längst notwendige Entscheidungen, z.B. Straßen- und Brückensanierungen, werden aufgeschoben. Fehler werden nicht eingestanden, sondern verleugnet und vertuscht, wie z.B. in der Edathy-Affäre.

Firmen und Konzerne denken nur noch daran, jetzt und heute so viel Gewinn zu machen wie möglich. Notwendige und zukunftssichernde Investitionen in Personal und Material fehlen. Viele Vorgesetzte denken nur an sich und ihre eigenen Vorteile. Die Identifikation mit der Firma und der Firmenkultur geht mehr und mehr verloren.

Wo herrscht noch wirklicher Teamgeist, ein gemeinsames Arbeiten an der Sache? Stattdessen sind Ellenbogen gefragt, Konkurrenzdenken, fehlendes Eingestehen von Fehlern bis hin zu Mobbing. Wie sieht‘s mit Nachbarschaftshilfe aus? Kaum jemand hat heute noch Zeit dafür. Der Terminkalender ist übervoll und überhaupt: Mir hilft ja auch niemand! Fehlende Hilfsbereitschaft ist an der Tagesordnung, wahres Interesse am Mitmenschen kaum noch spürbar.

1. Diagnosen

Wir leben in einer sonderbaren und beunruhigenden Zeit: Verantwortung wird kaum noch getragen oder an andere delegiert, wichtige Entscheidungen werden

nicht getroffen sondern geschoben, der Blick für das Entscheidende fehlt, Verpackung zählt mehr als der Inhalt. Im Vordergrund steht ein Leben, Denken und Handeln im Moment, ein verantwortungsvolles Denken in die Zukunft ist nicht gefragt, viele drehen sich um sich selbst und wahren ihre Interessen. Das Gefühl der Ohnmacht macht sich breit. Vernunft und Einsicht scheinen nicht mehr zu existieren.

Wir sind vielen Situationen ausgeliefert, halten aus und fühlen uns überfordert. Arbeiten gehen, den Alltag bewältigen - Leben überhaupt ist äußerst anstrengend geworden und wird als Zwang empfunden. Mainstream ist gefragt, bloß keine eigene oder davon abweichende Meinung äußern, bloß nichts in Frage stellen.

Diagnose: Wir verhalten uns wie Kinder.

Aber: Eine Gesellschaft mit Erwachsenen, die nicht mehr wie Erwachsene denken und handeln können, hat wenig Zukunft und steht in Gefahr zusammenzubrechen.

Viele sind getrieben und gehetzt, fühlen sich ausgebrannt und leer. Ängste, wie vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, des Partners, oder vor Kriegen und Gewalt, vor der Zukunft, vor dem Alter bestimmen unser Leben.

Diagnose: Der Erwachsene gerät in den Zustand der diffusen Angst.

Das führt dazu, dass in einer Gesellschaft mit angstgesteuerten Erwachsenen ein überlegtes, kreatives, vernunftorientiertes und intuitionsgesteuertes Denken und Handeln fehlt.

2. Ursachen

Aufgrund der digitalen Revolution und der damit verbundenen multimedialen Welt haben wir heute unglaubliche Möglichkeiten, die unser Leben sehr verändern. Diese Entwicklung ist so rasch erfolgt, dass wir keine ausreichenden Erfahrungen machen konnten, wie sich diese Möglichkeiten auf uns Menschen auswirken. Gibt es Nebenwirkungen, Gefahren? Ja, eindeutig!!! Die Gefahr besteht in einer ungewöhnlichen Belastung unserer Psyche! Tagtäglich liefern wir uns einem viel zu hohen Input an Nachrichten aus und stehen pausenlos unter Entscheidungsdruck. Wir werden fortwährend aus Abläufen herausgerissen.

Folge: Wir können nicht mehr über uns und unsere Erwachsenen-Psyche verfügen und fühlen uns mit unserem Leben überfordert.

Darüber hinaus sind wir am laufenden Band konfrontiert mit Krisen-, Katastrophen- und Negativnachrichten (Polytraumatisierung), digital häufig so aufgearbeitet, als wären wir mittendrin. Aufgrund der Menge versagt der Schutzmechanismus in unserer Psyche, schlechte oder auch bedrohliche Meldungen zu relativieren. Wir geraten in einen Zustand der diagnostizierten diffusen Angst.

Folge: Unsere Psyche läuft Marathon, ist hochgedreht, im Dauerstress, kann nicht mehr zur Ruhe kommen, kann sich nicht mehr erholen. Alltägliche Ereignisse können nicht mehr verarbeitet werden. Wir fühlen uns überfordert, sind nervös, gehetzt, gereizt, genervt ...

Schauen Sie mal in die Gesichter von Erwachsenen in der Stadt: Gehetzt, genervt, depressiv und wenn man einen sieht, der entspannt und glücklich aussieht, denkt man gleich: Ist der auf Droge?

3. Maßnahmen

Leider kann unsere Psyche nicht feststellen, dass sie sich in einer Dauerüberforderung befindet und uns dies frühzeitig melden. Die Psyche stellt sich auf jede Form der Beanspruchung ein. Sie tut nicht weh! Würden wir mit unserem Körper vergleichbar umgehen, wären starke Schmerzen die Folge und würden verhindern, dass wir uns weiter überfordern.

Daher ist es besonders wichtig, dass wir uns mit dem Thema Psychohygiene befassen, also mit dem Thema, wie wir bewusst mit der multimedialen Welt umgehen müssen, um unsere Psyche im digitalen Zeitalter zu schützen. Nur dann wäre ein Leben als Erwachsener mit einer hohen Lebensqualität möglich und die Zukunft unserer Gesellschaft gesichert. Hierzu sind auch roborierende (die Psyche stärkende) Maßnahmen notwendig.

Wie kann das gehen?

Michael Winterhoff fordert neben dem bewussten Schutz vor einem zu hohen Input an Meldungen z.B. die Einführung eines persönlichen Sonntages, d.h. einen Tag frei zu nehmen von elektronischen Geräten, zur Erholung der Psyche.

Darüber hinaus sollten wir mindestens alle 14 Tage Maßnahmen einleiten, die der Kräftigung und Stärkung unserer Psyche dienen. Runterfahren, bei sich selbst sein, ob durch Waldspaziergänge, Meditation oder Yoga.

Wir entscheiden uns bewusst, wieder Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

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